fbpx

Die drei ERFÜLLUNGSKILLER in der Beziehung von Eltern und Kindern

 

2. Gefühlsquetsche

Deine Gefühle sind Privatsache. Du darfst welche haben UND niemand anderes ist für Deine Gefühle verantwortlich. Auch wenn Du jetzt das Gefühl hast, dass das nicht stimmt. Du erzeugst Deine Gefühle durch Deine Bewertungen. Wer viel in Vorwürfen lebt und spricht, erzeugt sich viele Gefühle wie Ärger und Enttäuschung durch die Bewertung, dass es anders sein soll, als es gerade ist. So einfach diese These zu lesen ist, so schwer ist sie zu leben, da sie das gesamte gesellschaftliche Denken auf den Kopf stellt.

Um die eigenen Gefühle nicht mehr zur Erpressung zu nutzen, wurde die Methode der Ich-Botschaften angepriesen. Jede Rückmeldung sollte in der Ich-Form vorgetragen werden. Doch funktioniert dieser Trick nicht. Ob Du sagst: „Du bist ein Faulpelz“ oder „Ich habe das Gefühl, Du bist ein Faulpelz“ macht für den anderen keinen Unterschied. Im Gegenteil. Bei Zweiterem wird die Aussage noch durch das eigene Gefühl verstärkt. Deine Kinder wollen weder von Deinen Gefühlen manipuliert noch erpresst werden. Es ist entwürdigend, wenn sie tun, was Du willst, nur damit Du bessere Gefühle hast. Damit machst Du sie zu Deinen Gefühlskellnern. Das müssen weder Deine Kinder für Dich, noch musst Du es für sie sein.

Gefühle sind Indikatoren, die lediglich dazu dienen, Unstimmigkeiten und Dysfunktionalitäten aufzuzeigen. Haben sie diese Funktion erfüllt, können sie losgelassen werden und Du kannst wertungsfrei kommunizieren, was Du willst und was nicht. Das setzt allerdings die hohe Kunst des Gefühlsmanagements voraus, wie das (Selbst)Vertrauen, zu bekommen, was Du willst, wenn Du es eindeutig kommunizierst. Da dieses Vertrauen jedoch meistens fehlt, gewinnt die Angst, die Kinder könnten völlig aus der Spur laufen, wenn sie nicht mit starken Gefühlen zum richtigen Verhalten erpresst werden. Die Kinder bzw. Jugendlichen würden ja tun, was sie sollen, sprich Bedingungen erfüllen, wenn die Eltern keinen negativen Context darüber hätten. Denn die meisten Eltern glauben, wenn ihr Kind immer tut, was sie sagen, ist es ein williger Lemming. Diesen Context spüren die Kinder und weil sie dies nicht sein wollen, müssen sie herausfinden, wann es gut ist, zu tun, was sie sollen, und wann sie dafür abgelehnt werden. Ein Spießrutenlauf, der meistens dazu führt, dass sie es gleich bleiben lassen. Ärger gibt es sowieso.

Der dreijährige Sohn unserer Freundin wurde von der Kindergärtnerin als Mitläufer bezeichnet, weil er wenig Widerstand leistet und gern tut, was die Kindergärtnerin sagt. Interessant, dass er nicht als Mitspieler erkannt wurde. Ihr zweiter Sohn ist das genaue Gegenteil. Bleibt zu hoffen, dass zu ihm keine Klagen kommen.

Bereit, Dich nicht mehr dem Diktat Deiner Gefühle zu unterwerfen? Bereit, eindeutige Bedingungen zu stellen, statt mit Gefühlen zu erpressen? Bereit, liebevoll konsequent zu sein statt willkürlich strafend? Bereit, niemanden mehr zum Gefühlskellner zu machen und selbst auch keiner mehr zu sein?

Für unser ElternTraining 02. – 03. Juni kannst Du Dich auf eine Warteliste setzen lassen, weil es schon ausgebucht ist. Bitte melde Dich dafür telefonisch bei uns: 0521.911550
Oder Du meldest Dich für das nächste an –
Termin: 03. – 04. November 2017. Derzeit auch telefonisch, da der Ort noch nicht feststeht.
Wir freuen uns auf Dich!

(c) Stephan & Maria Craemer

0

Your Cart