fbpx

Die drei ERFÜLLUNGSKILLER in der Beziehung von Eltern und Kindern

 

3. Positioniertheit

Positioniertheit definieren wir als das Einnehmen von Standpunkten, die für die einzig richtigen gehalten und anderen Menschen aufoktroyiert werden. Diese vermeintliche Richtigkeit leiten die meisten Menschen im besten Fall daraus ab, dass diese für sie funktioniert hat oder aber, dass sie diese für eine gefühlte Wahrheit halten. Nur wird das, was für die heutige Elterngeneration funktioniert hat, nicht automatisch für ihre Kids funktionieren. War es vor 30 Jahren noch möglich, einen dauerhaft sicheren Arbeitsplatz zu finden, so ist es heute sehr wahrscheinlich, mehrere Arbeitgeber zu haben. Zudem gibt es heutzutage Berufe, wie zum Beispiel den des „Gamers“, die von der jetzigen Elterngeneration gar nicht als Beruf anerkannt und deshalb als unseriös abgetan werden. Das heißt, die Eltern sind gefordert, sich mit ihren Kindern weiterzuentwickeln, und stehen vor immer neuen Herausforderungen. War es früher ein Problem, dass die Kids zu lange draußen waren und nicht pünktlich zum Essen erschienen, wäre dieser Zustand heute ein Traum, da sie sich endlich mehr bewegen und vom PC weg sind.

Eltern müssen Position beziehen, was aber etwas völlig anderes ist, als positioniert zu sein. Denn eine Position zu beziehen, beruht nicht auf richtig und falsch, sondern auf Funktionalität. Die Frage lautet dann: Funktioniert mein Denken und Handeln für die Ergebnisse, die ich beabsichtige? Dafür müssen die Eltern wissen, was die Absichten ihrer Kinder sind. Und hier schließt sich der Kreis: Da viele Eltern glauben, es besser zu wissen, fragen sie nicht nach der Absicht ihrer Kinder. Sie sollen einfach tun, was die Eltern selbst für richtig halten. Das wiederum löst Widerstand bei den Kindern aus, die Neues ausprobieren wollen, und schon beginnt der Krieg in der eigenen Hütte.
Wie beendet man diesen Krieg? Der Ausstieg beginnt mit: Interesse, Vertrauen und Integrität.

1. INTERESSE. Was wollen Deine Kinder? Wie fühlen sie sich in der Schule? Werden sie dort ermutigt oder entmutigt? Trauen sie sich, offen Widerstand zu leisten? Wer sind ihre Freunde? Welche Musik hören sie gern? Warum spielen sie so viel am PC oder chatten so viel? Funktioniert das für sie? Welche Werte leben sie? Ist es okay, wenn sie Abenteuerlust leben wollen, obwohl ihr Sicherheit lebt? Oder umgekehrt? Haben sie Schwierigkeiten mit dem anderen Geschlecht?

2. VERTRAUEN. Vertraust Du den Absichten Deiner Kinder? Ihrem Wort? Warum nicht? Zu vertrauen heißt nicht, alles gut zu finden, was sie machen, und sie einfach machen zu lassen. Manchmal muss man eingreifen, aber Du erlaubst ihnen, auch eigene Erfahrungen zu machen, und hältst ihnen den Context, dass es sicher ist. „Soll ich meinem Fünfjährigen vertrauen und ihm fünf Eis kaufen?“, mögen positionierte Eltern nun denken. Nein, natürlich nicht und Du musst ihn weder dafür ablehnen noch entwerten, dass er es überhaupt will. Die Idee ist interessant, wird aber mit Dir nicht umgesetzt. Was, wenn die Kids älter sind und zu viel Alkohol trinken oder kiffen? Spätestens dann wird Dir bewusst, dass es nicht hilft, lediglich zu verbieten oder mit Gefühlen das richtige Verhalten zu erpressen. Nur wenn Du nicht positioniert bist über dieses Verhalten, kannst Du mit ihnen herausfinden, wozu und warum sie es tun. Das sind immer sehr interessante und aufschlussreiche Gespräche.

3. INTEGRITÄT
Kinder vertrauen ihren Eltern, wenn diese integer sind. Integer zu sein heißt, dass sie ihr Wort halten, das sie ihnen gegeben haben. Weder Stress noch Umstände noch miese Gefühle werden als Ausrede genutzt mit dem Vermerk, die Kinder müssten schließlich Verständnis haben. Sollte es absolut nicht möglich sein, sein Wort zu halten, dann triff mit ihnen eine neue Vereinbarung. So lernen sie, dass das Wort der Eltern Gewicht hat und sie nicht nur funktionieren müssen, sondern wichtig sind.

Bereit, Dich mit Deinen Kindern weiterzuentwickeln? Ihnen den Context zu halten für Erfolg, selbst wenn es nicht danach aussieht? Mit ihnen die Bedingungen für ein erfülltes Leben herauszufinden? Philosophische und inspirierende Gespräche mit ihnen zu führen, statt sie positioniert zurechtzuweisen?Wir freuen uns auf Dich!

(c) Stephan & Maria Craemer

0

Your Cart