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Die Keimzelle einer erfüllten Familie ist eine erfüllte Partnerschaft

Nur wenn der Partner an erster Stelle steht, ist eine erfüllte Familie möglich.

Für eine erfüllte Familie braucht Frau einen Mann. Ehemann. Jetzt wird es aber spießig, mag die emanzipierte Frau denken. Was ist, wenn in diesem Fall Spießigkeit funktioniert? Warum nicht tun, was für alle das Beste ist? Gemeinsam als Ehepaar Kinder großzuziehen, ist schon anstrengend und kostet viel Zeit und Energie; allein ist Frau mit der Bewältigung dieser Aufgabe häufig überfordert, unabhängig davon, ob sie in einer Partnerschaft lebt oder alleinerziehend ist. Die Rolle des Vaters wurde gesellschaftlich immer mehr abgebaut und als überflüssig erklärt, bis hin zur feministischen Aussage: ich will ein Kind ohne Mann. Der Mann wurde degradiert zum Erzeuger und Versorger, am besten ohne Teil der Familie zu sein. Die vermeintlich wahre Unabhängigkeit.

Doch dann stellten immer mehr Frauen fest, dass Kinder und Karriere kaum unter einen Hut zu bringen sind, auch Kinder und Beruf sind schwer vereinbar und wenn, dann auf Kosten der Partnerschaft, der Kinder und der Frau, die diese vermeintliche Unabhängigkeit mit Überforderung und entgangener Lebensfreude bezahlt. Zu sehr muss sie sich nun um das kümmern, was vom Mann zu bekommen selbstverständlich schien und der Anerkennung kaum würdig: die finanzielle Versorgung.

Auch in einer Partnerschaft wurde die Rolle des Mannes als nebensächlich abgetan, am besten er erfüllt mehr Aufgaben der Frau und hilft ihr mit den Kindern und im Haushalt. Niemand kam auf die Idee, dass sie ihm bei seiner Arbeit helfen müsste, wenn schon alles gleich sein sollte. Kinder, Familie, ihre berufliche Verwirklichung und Unabhängigkeit sollten der wichtigste Lebensmittelpunkt sein. Der Mann soll ihre Absichten und Interessen zu den seinen machen, erst dann wäre ihr Gleichheitsanspruch erfüllt. Ihre Deutungshoheit in Frage zu stellen, löst immer wieder einen großen Aufschrei unter den Frauen aus: „aber die Kinder sind doch das Wichtigste!“ Wenn sie das sind, steht der Mann hinter den Kindern und es dauert nicht lange, dann steht er hinterm Hund (der freut sich zumindest, wenn er nach Hause kommt).

Als Folge davon übernehmen die Kinder das Kommando und sind damit hoffnungslos überfordert. Die Söhne erkennen, dass der Mann in einer Partnerschaft verliert und wollen nicht mehr werden wie Papa, können aber auch nicht werden wie Mama. Der Vater taugt nicht Mal mehr als Antivorbild, so wenig wird er wahrgenommen. Jetzt sind die Kinder verunsichert und hoffen, dieser Falle durch lebenslange Freiheit und der Vermeidung einer verbindlichen Partnerschaft zu entgehen. Die Töchter lernen, dass auf Mann offensichtlich kein Verlass ist, da dieser irgendwie mitläuft, oder sogar die Familie verlässt und die Mutter sich zum Opfer deklariert. So finden sie später zielsicher den Falschen, was wiederum ihr Unabhängigkeitsstreben bestätigt.

Auch wenn einige Frauen es nicht glauben, Männer stellen ihre Frau gern an erste Stelle und vor ihre Arbeit. Für sie ist meistens die Frau das Wichtigste. Warum das so ist, werden wir im BeziehungsTraining ausführlich darstellen. Sie verändern ihre Priorität allerdings, wenn sie merken, dass dem bei ihrer Frau nicht so ist und sie nicht nur hinter den Kindern, sondern auch hinter der beruflichen Verwirklichung der Frau und sogar der Schwiegermutter und dem Hund stehen. Erst dann ziehen sie ihren Beruf vor die Partnerschaft. Dort bekommen sie zwar nicht, wonach sie sich am meisten sehnen, aber zumindest Bestätigung. Dieser Anerkennungsmangel wird übrigens dann auch gern von der Sekretärin ausgeglichen, oft mehr als es der Ehefrau lieb ist.

Zur Beruhigung aller Frauen, die sich gerade über diesen Artikel echauffieren und vermutlich mit moralischer Entrüstung schreiben wollen, dass man die Kinder schließlich nicht vernachlässigen könne, sei folgendes angemerkt: Zum Einen nehmen etliche Frauen diese  Vernachlässigung für ihre berufliche Verwirklichung in Kauf, wenn auch mit schlechtem Gewissen. Zum Anderen heißt es nicht, die Kinder zu vernachlässigen oder sie weniger zu lieben. Im Gegenteil. Kinder werden bis zu ihrer Selbständigkeit mehr Zeit, Aufmerksamkeit und Hinwendung kosten als der Partner. Es heißt nur, dass Frauen ebenfalls Zeit in die Partnerschaft, ihre Sexualität und emotionale und geistige Verschmelzung mit dem Partner investieren. Mit anderen Worten: mehr Nähe und weniger Kopfschmerzen, zumal sich Kopfschmerzen gut mit körperlicher Nähe und Verschmelzung kurieren lassen, weil sich das mentalemotionale System dabei gut entspannen kann, wenn frau es denn zulässt.

Spießer waren übrigens Bürger, die sich mit Spießen gegen Feinde von außen und nachher auch gegen die Unterdrückung von Adel und Klerus gewehrt und so ihre Häuser und Rechte geschützt haben. Da sie keine Waffen bekamen, stellten sie Spieße her. Vielleicht ist es an der Zeit, sich als moderne Spießerin gegen die teils überzogenen Forderungen des Feminismus zu wehren, dass Frau alles allein machen soll und muss, um zu beweisen, dass sie genauso gut oder gar besser ist als der Mann. Dieser Beweis ist sehr anstrengend und zudem nicht zu erbringen. Ein Mann ist der Frau nur bei der kurzzeitigen Anwendung körperlicher Kraft überlegen. Doch diese wird kaum noch gebraucht, selbst Koffer haben heutzutage Rollen und Wasserkisten werden durch Brita-Filter ersetzt. Bei langfristiger Anwendung körperlicher Kraft ist sie schon wieder überlegen. Eine Geburt würde ein Mann wahrscheinlich nicht durchstehen. Vielleicht müsste dieser Geschlechterkampf aufhören und ein Geschlechterfrieden, vielleicht sogar eine Geschlechterbegeisterung beginnen, damit Frauen wieder ihre weibliche Macht erkennen und erleben, statt sich als vermeintlich besserer Mann zu verbiegen.

© Stephan & Maria Craemer

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