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Die vier Geheimnisse einer Erfolgreich Erfüllten Partnerschaft

Drittes Geheimnis: Vertrauen

Vertrauen kann man sich weder erarbeiten noch verdienen

Zu Beginn einer Partnerschaft stellen sich die meisten gar nicht die Frage, ob sie dem anderen vertrauen oder nicht. Sie vertrauen. Was die wenigsten jedoch wissen ist, dass sie ihr Vertrauen an Erwartungen geknüpft haben, deren Erfüllung sie so selbstverständlich finden, dass sie Kommunikation darüber für obsolet halten. Irgendwann verhält der Partner sich jedoch nicht erwartungskonform und sie nehmen ihr Vertrauen zurück, häufig mit Begründungen wie „Wenn er mich wirklich lieben würde, hätte er sich anders verhalten oder gewusst, dass ich darüber verletzt bin“, usw. Nicht nur das Vertrauen wird zurückgenommen, dem anderen wird dafür auch noch die Schuld gegeben, da er ja vermeintlich das Vertrauen zerstört hat. Das hat er nicht, sondern man hat es ihm selbst entzogen. Im selben Moment, in dem man dem anderen das Vertrauen entzogen hat – behauptend, er habe es zerstört – wird Misstrauen zu einer Waffe, mit der man den anderen bedroht. Nun soll er sich wohlgefällig verhalten, um sich das Vertrauen wieder zu verdienen. Das ist unmöglich, denn egal was der andere macht, man behält sich vor, ob man ihm wieder vertraut oder nicht. Hat es einmal funktioniert, den anderen damit zu manipulieren, ist die Versuchung groß, mit Misstrauen immer wieder zu erpressen, um zu bekommen, was man will.

Dem Misstrauen vertrauen
Hinzu kommt, dass die meisten ein prinzipielles Misstrauen dem anderen Geschlecht gegenüber haben. Entweder aus persönlichen Erfahrungen vergangener Beziehungen oder übernommen von den Eltern, deren Partnerschaft häufig ebenfalls auf Misstrauen basiert. Dabei ist den vermeintlich Betrogenen nicht bewusst, dass sie mit ihrem Misstrauen zumeist nach Bestätigung für selbiges suchen. Bei der kleinsten Störung werden sie fündig, um über ihr jahrelanges und gut genährtes Misstrauen Recht haben zu können. Interessanterweise kann man Vertrauen nur enttäuschen und Misstrauen nur bestätigen. Eine erfolgreich erfüllte Partnerschaft setzt die Bereitschaft voraus, dass man sein Vertrauen bestätigt und sein Misstrauen enttäuscht.

So fatal es klingt: Die meisten Menschen leben in ihrer Partnerschaft ein ‚Überlebensmuster’, in dem sie misstrauen wollen, weil es sich sicher und vertraut anfühlt und sie wissen, wie sie im Misstrauen zurechtkommen. Zu vertrauen wäre für die meisten ein viel zu hohes Risiko, weil sie dann über ihre eigenen Überzeugungen im Unrecht wären. Hier wird ein Prinzip wirksam, das außerhalb der Contextuellen Philosophie nirgends angesprochen, geschweige denn aufgelöst wird: Menschen vertrauen dem Misstrauen und misstrauen dem Vertrauen. Die Frage ist: Warum? Und wie gibt man dieses Prinzip auf?

Blindes Vertrauen
Auch kennen die meisten nicht den Unterscheid zwischen Vertrauen und blindem Vertrauen. Letzteres wird eingesetzt, um seine Bedingungen nicht eindeutig kommunizieren zu müssen und sich im zweiten Schritt über deren Nichterfüllung beklagen zu können. Im dritten Schritt erhofft man sich, mit dieser Vorwurfsschuld ohne Gegenleistung zu bekommen, was man will.

Lesen Sie auch folgende Artikel:
Einleitung: Die vier Geheimnisse einer Erfolgreich Erfüllten Partnerschaft
Erstes Geheimnis: Nr. 1 sein
Zweites Geheimnis: Liebe

Weitere Artikel demnächst:
Von einem, der auszog dem Vertrauen zu vertrauen
Warum Menschen dem Vertrauen misstrauen und dem Misstrauen vertrauen

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